Marketing für AutorInnen: Markenbildung



Ich plane gerade eine neue Serie, die sich mit Marketing für AutorInnen befasst. Für den Auftakt habe ich meine liebe Blogger-Kollegin Franziska Kurz von Franzi liest gebeten, einen Artikel über Markenbildung zu formulieren. Franzi ist Spezialistin im Marketing und hat auch auf der Leipziger Buchmesse 2018 einen Vortrag über Markenbildung und dem "goldenen Ei" gehalten. Diesen Vortrag habe ich mir angesehen und fand ihn sehr nützlich für AutorInnen. 



Jeden Tag kommen hunderte neuer Bücher auf den Markt und streiten sich in der Wahrnehmung der Leser mit den schon Millionen vorhandenen. Wie also können AutorIn und Buch sich präsentieren, um dem Leser überhaupt aufzufallen und eine Chance auf Buchkauf, Fangemeinde und Co zu haben? In diesem Artikel wird es nicht um Testleser, Google Adwords, Facebook Werbeanzeigen und co gehen – nein, wir beginnen bei dem entscheidenden Davor, der Markenbildung bzw. dem Corporate Branding. 

Wieso sollte jemand euer Buch lesen, geschweige denn dafür zahlen, wenn ihr ihm nicht sagt, wieso? Und da spreche ich nicht vom aussagekräftigen Klappentext oder der richtigen Kategorisierung innerhalb von amazon, Bod und co, sondern von der richtig ausgesendeten Botschaft. 

Natürlich ist es interessant, zu schauen, was erfolgreiche KollegInnen machen – wo sie Lesungen anbieten, wie ihre Facebook- oder Instagramseiten aussehen, wie sie informieren oder wie die Banner für ihre Bücher in großen Buchhandlungen aussehen. Inspiration ist wichtig, genauso wie Austausch. Aber wenn ihr einfach neben sie ins Regal stellt und exakt das Gleiche macht, werdet ihr nicht auffallen, denn ihr kopiert schlicht nur erfolgreiches. Für echten, eigenen Erfolg müsst ihr euch einzigartig und wiedererkennbar präsentieren. 

Zur Schaffung einer solchen Marke mit Wiedererkennungswert, ist es zunächst nötig, folgende Fragen zu beantworten für die Definition der Markenwerte:


Eine Marke schaffen


Habt ihr das getan, fängt die eigentliche Arbeit an: das Senden der immer wieder gleichen Botschaften, Werte und Einstellungen über all eure Kanäle. Das heißt nicht, das ihr jeden Tag das gleiche Bild posten sollt, sondern, dass ihr die gleiche Tonart überall trefft, um für eure Leser erwartbar zu sein. Was bekommen sie von euch? Das muss gleich sein – egal, wo sie euch antreffen. Schreibt ihr zuckersüße Liebesromane, ist euer Auftritt potenziell warm, bunt, vielleicht am Rand des Kitsch, liebevoll und herzlich.

Von ThrillerautorInnen erwartet der Leser natürlich eher das Gegenteil und von SachbuchautorInnen eher harte Fakten. Ziel ist es, eure Leser emotional an eure Marke zu binden und sie zu Multiplikatoren zu machen. Dazu ist auch ein Corporate Design nötig, um einen einheitlichen Markenauftritt zu schaffen. 

Den Originalvortrag, auf dem dieser Artikel beruht, habe ich auf der Leipziger Buchmesse 2018 gehalten. Nun wünsche ich viel Spaß beim Nachdenken über eure Markenwelt!

Franzi liest: 
Franziska ist 35, wohnt in München, studierte was mit Kommunikation und Wörtern, lebt von Strategien, Organisation und Projekten und tritt auf ihrem Blog und überall im Leben für starke Frauen, Selbstliebe und das Recht auf Glück ein. Was sie gar nicht mag: Sätze die mit “Aber das machen alle so, was sollen die Nachbarn denken, das war schon immer so und wo kämen wir da hin“ anfangen. Genauso reagiert sie auf Unmöglichkeiten, sich wegducken und Menschen, die andere klein halten wollen. Sie liebt Duftkerzen, antiallergene Katzen, Bücher mit starken Frauen und Magie, Nougat, Kuscheldecken, Kleider und ihren Mann – nicht unbedingt in der Reihenfolge.



Franzi trefft ihr online auf: 


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