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Es werden Posts vom Juni, 2018 angezeigt.

Ghostwriting: über moralische Flexibilität

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Um nicht nur mein Autorendasein zu finanzieren, sondern auch den Kühlschrank zu füllen, bin ich als Ghostwriter tätig. Ich schreibe keine Biografien für reiche und berühmte Leute, sonder akademische Texte für Studenten, die das entweder nicht können oder keine Lust haben - oder beides. Das ist kein alltäglicher Beruf und ich hadere selbst ab und an mit mir, wo das wohl noch hinführen soll. Ghostwriting war eigentlich nicht mein primäres Karriereziel, denn eigentlich wollte ich ja was ganz anderes machen.

Frauen in der Fantasy 4: Ich hab nichts anzuziehen!

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Auf der Suche nach ordentlicher Fantasy lese ich mir sehr viele Leseproben durch und entscheide dann, ob die Story Wert ist, gelesen zu werden - oder eben nicht. Ich stoße dabei immer häufiger auf Geschichten, in  den die AutorIn offenbar sehr viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild der weiblichen Charaktere legen. Da werden die Vampirjägerinnen in enge Lackhosen gezwängt und die Anführerin der Dämonenliga hat natürlich kaum was an, außer eine Art BH mit Stacheln (oder so). Da mag man sich gar nicht vorstellen, wie die Alltagskleidung der Frauschaften so ausschaut, wenn sie schon bauchfrei und auf Highheels auf das Schlachtfeld trippeln.

Schreiben: Sind Männer Schweine oder nur Bad Boys?

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Ich lese in letzter Zeit immer wieder dieselbe Story: Eine Tussi, die ihr Leben nicht auf die Kette kriegt begegnet einem reichen Kerl, der noch mehr Chaos in ihr Leben bringt. Der Kerl behandelt sie schlecht, aber sie liebt ihn natürlich über alles. Sie weiß, er ist der Eine, der einzig Wahre. Deshalb lässt sie alles über sich ergehen und weil er sie mit Geschenken überschüttet, verzeiht sie ihm natürlich. Am Ende sind sie ein glückliches Paar. Diese Geschichten kommen in allen möglichen Formen daher, bleiben aber immer die gleichen. Ich kann sie nicht mehr sehen, die Fußballer, Cowboys, Firmenchefs,  Rockstars, Multimillionäre oder Bad Boys. Gehandelt werden solche Geschichten als "Romance", doch sind das wirklich Liebesgeschichten, die da beschrieben werden? Ich habe einmal versucht, das genauer zu betrachten und wissenschaftlich zu belegen. 

Schreiben: Wer hat dazu schon Zeit?

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Viele AutorInnen haben neben ihrem AutorInnenleben auch noch zusätzlich einen Brotjob, mit dem sie ihr Dasein und die Schreiberei finanzieren. Das ist harte Arbeit, besonders wenn das Schreiben nicht nur eine Art Hobby sein, sondern auf lange Sicht gesehen zum Erfolg führen soll. Ein Buch zu schreiben, dauert eben lange, gerade wenn man eigentlich keine Zeit dazu hat. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass so viele so wenige Bücher im Jahr schreiben. Zeit ist Gold.