Star Wars Identities in Köln

Es musste sein. Natürlich musste es sein! Gar keine Frage! Als alteingesessene Star Wars Fans mussten wir natürlich unbedingt die Ausstellung besuchen. Also ab nach Köln!



Diesmal sind wir mit dem Zug gefahren. Zum einen gibt es zwischen Osnabrück und Köln eine Direktverbindung. Zum anderen hatte die Bahn gerade sehr günstige Angebote, so dass wir für 38Euro zu Dritt hin und auch wieder zurück kamen. Nagut, die Zugfahrt an sich war schon grenzwertig, da zu diesem Zeitpunkt überall gebaut wurde und die Züge meist Verspätung hatten, nicht fuhren oder irgendwo stecken blieben. Aber letztendlich sind wir gut in Köln angekommen. Wir brachten unser Gepäck in unser Hostel "Weltempfänger" in Köln Ehrenfeld und begaben uns dann auf die Reise ins Odysseum und in eine weit entfernte Galaxis...

Im Odysseum angekommen, konnten wir unser Gepäck in die reichlich vorhandenen Spinte verstauen, wir erhielten Transponder und Kopfhörer, sowie ein Armband, und dann ging es los.

Die Ausstellung beginnt in einem dunklen Raum. Sobald man diesen betritt hört man die bekannte Musik und erhält eine kurze Einführung in die Technik. Der Transponder schaltet sich automatisch ein, sobald man vor einem interaktiven Ausstellungsstück steht und vermittelt Informationen zur Geschichte und Handlung. Das Armband ist dazu da, sich an verschiedenen Stationen einen eigenen Star Wars Charakter zu erstellen. Das macht Spaß und man kann ihn sich hinterher per e-mail zuschicken lassen. Stück für Stück wird der eigene Charakter zusammengebaut.

Die ungefähr 200 Original-Ausstellungsstücke, die man betrachten kann, sind Leihgaben des Lucas Museum of Narrative Art. Es geht allerdings nicht nur darum sich Requisiten, Skizzen und Kostüme anzuschauen, sondern auch die Identities der einzelnen Charaktere mit Hilfe der Wissenschaft zu erkunden. Es wird erklärt und geforscht, warum sich die einzelnen Personen in dieser Art entwickelt haben. Zum Beispiel, warum sich Anakin zur Dunklen Seite gewandt hat, aber warum das Luke nicht passiert ist. 
So war ich doch sehr überrascht  und hocherfreut, als ich die Auswertungen des NEO-FFI, ein bekannter Persönlichkeitstest aus der Psychologie, den ich während meines Studium sehr oft genutzt habe, für jeden einzelnen Charakter entdeckte.


der NEO-FFI von Boba Fett


Die Stücke befinden sich hinter Glas, jedoch kann man am Terminal alle möglichen Informationen über den jeweiligen Charakter abrufen.











An den 6-Ecken wählt man die Charakterzüge seines eigenen Charakters aus.



Das sind unsere Charaktere, die wir uns selbst zusammengebaut haben.


Die Ausstellung insgesamt ist sehr umfangreich. Wir haben alle Stationen mitgenommen, uns alle Filme angeschaut und jedes Ausstellungsstück genau betrachten - letztendlich haben wir uns 3 Stunden dort aufgehalten. Dafür hat es sich aber gelohnt. Die Ausstellung ist sehr detailreich und mühevoll gestaltet und ausgestattet. Nicht nur die Kostüme sind gepflegt und super erhalten, die Modelle, Skizzen, und Requisiten sind anschaulich und schön präsentiert dargestellt. Es gibt Filme, Dialoge und viele witzige Szenen. Allein, wenn man sich die Entwicklung von Yoda anschaut, beginnt man zwangsläufig zu kichern und ist froh, dass sich Lucas nicht für Gartenzwerg-Version entschieden hat. 

Die Erstellung des eigenen Star Wars-Charakters ist eine sehr besondere und spaßige Angelegenheit. Man muss nicht nur Rasse und Fähigkeiten wählen, sondern auch in vielen Situationen Entscheidungen treffen, aus denen dann die Charakterzüge abgeleitet werden. So muss man zum Beispiel entscheiden, ob man nach einer Bruchlandung auf einem Wüstenplaneten, in Einsamkeit leben möchte, als Vagabund durch die Gegend zieht oder ein erfolgreicher Schrotthändler wird. Davon gibt es viele Situationen, die zum Teil sehr witzig sind und den Spaßfaktor erhöhen. Deshalb haben auch kleinere Kinder ihren Spaß und große erst Recht.

Ein Besuch in dieser Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man nicht zwangsläufig zum eingefleischten Fan-Kreis gehört.

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