Anja liest: Iris Hammers - Das Erbe der Madame Dupont

Ich habe dieses Buch an drei Abenden durchgelesen. Die Sprache ist sehr einfachgehalten, die Handlungen sehr übersichtlich, deshalb kann man dieses Buch "mal eben" durchlesen, ohne sich dabei großartig anzustrengen.
Das Buch beginnt Anfang der 70er. Es wird die Geschichte zweiter Jungs erzählt, die einen tyrannischen Vater erleben und wie die Mutter daran zerbricht. Dann folgt ein Sprung in die Gegenwart und erzählt wird die Geschichte einer unspannenden, oberflächlichen Familie, die von Hongkong nach Lyon zieht und sich dort ihrem langweiligen Leben hingibt. Helen macht noch einen Kochkurs, bei dem sie Paul und Maurice kennen lernt. Den Brüdern gehört ein Restaurant, weil Paul ein Meisterkoch ist.


Zwischendurch wird immer wieder in die Vergangenheit gesprungen. Das lockert die ganze Sache etwas auf.
Die Figuren waren ohne wirkliche Tiefe. Die einzigen Personen mit Charakter waren Maurice, mit seinen kriminellen Machenschaften und Helens Ehemann Gregor, mit seiner Zwangsstörung. Die anderen waren oberflächlich und nichtssagend. Die Vergangenheit von Maurice und Paul, die in den Rückblicken erzählt wird, war spannenden und emotionaler als die Gegenwart. Zwischendurch gibt es wirklich leckere Gerichte. Die Kriminalgeschichte, die in diesem Buch behandelt wird ist ziemlich durchschaubar und die Auflösung geht so schnell und wird so kurz behandelt, dass man ihr gar nicht wirklich gewahr wird. Ich hätte mir da wirklich mehr Tiefe gewünscht.

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